PROLOG

 

Auf dieser Seite wollen wir uns vorstellen, welche Fragen und Antworten gibt es zu diversen Unsicherheiten, z.B. wie klappt das mit der Reichweite im Alltag, dem Aufladen, auf Langstreckenfahrten, Touren-Planungen, Fragen zur E-Mobilität und Akkus, welche Philosophien vertreten wir, welche Ziele haben wir vor Augen, etc.


Das alles versuchen wir auf dieser Stelle und in den FAQs ein wenig ins Bewußtsein zu rufen und hoffen, Ihre Neugier für ein interessantes Erlebnis einer vielleicht sogar ausgedehnteren Probefahrt geweckt zu haben.

 


Warum Sie unsere Website besuchen, dürfte u.a. einem der folgenden Gründe geschuldet sein:

 

- Wo und wie kann ich einen Tesla oder ein anderes Elektrofahrzeug (z.B. einen Renault ZOE R240) etwas länger zur Probe fahren, und zwar nicht nur eine Stunde (wie es von der Firma Tesla selbst angeboten wird), sondern z.B. für einen oder mehrere Tage, für ein oder mehrere Wochen, Monate oder sogar noch ausgedehnter und bekomme für diese Zeit Unterstützung, Tips und Hilfestellungen?

 

- Wie klappt das mit der Reichweite, dem Betrieb und dem Laden im Alltag?

 

- Wie kann ich mit einem E-Fahrzeug Erfahrungen sammeln, die zum einen mit einem leistungsfähigen Fahrzeug zusammenhängen oder mit der Elektromobilität im Allgemeinen.

 

- Man zweifelt, ob das alles so funktioniert, wie das Thema „Elektromobilität” in der Presse oder Öffentlichkeit thematisiert wird, sei es positiv oder negativ und möchte seine Vorurteile widerlegt oder bestätigt sehen.


Hierzu gleich eine wichtige Anmerkung von uns: Lassen Sie sich überraschen! Es ist wesentlich ausgereifter und praxistauglicher als Sie das von vielen Seiten hören mögen, wenn man ein paar kleine Punkte berücksichtigt.

 

- Womöglich hängt von einer solchen Probefahrt eine Kauf- oder Investitionsentscheidung ab (wobei hier ein besonderes Augenmerk auf die TCO gelegt werden sollte). Und auch hier können wir aus einem großen Fundus eigener Erfahrungen und vielen Rückmeldungen unserer Kunden schöpfen. All diese Erfahrungen geben wir sehr gerne an Sie weiter.


Fragen Sie uns, treten Sie mit uns in Kontakt (per Email, SMS, WhatsApp oder direkt telefonisch) und lassen Sie uns zusammen Antworten und Lösungen finden. Sicherlich findet man das ein oder andere auch in den FAQ.

 

Neben den von uns angebotenen Probefahrten, für die wir einen 24/7-Service bieten, wünschen wir uns, dass Sie auf unserer Seite einige interessante Punkte finden, die für Sie nützlich sind und zu Diskussionen anregen. Oder aber Sie lassen uns auch gerne wissen, inwiefern wir Ihre Fragen beantworten und Anforderungen analysieren können.

 


FIRMA

 

Die Firma Elektromotron e.K. wurde im Dezember 2014 gegründet und im Januar 2015 ins Handelsregister beim Amtsgericht Ansbach eingetragen.
Die Beweggründe zur Gründung der Firma resultieren aus den Erfahrungen, die wir seit 2012/2013 im Zusammenhang mit einem Umstieg auf Elektromobilität gesammelt haben, sei es mit Hybrid-Fahrzeugen (PHEV oder PEV (PlugInHybridElectricVehicle), HEV (HybridElectricVehicle)) oder mit rein elektrisch angetriebenen Elektroautos (BEV (BatterypoweredElectricVehicle, genaueres hierzu in den FAQ)).


Zwischenzeitlich haben wir selbst deutlich über 100.000km Erfahrungen mit rein elektrisch angetrieben Fahrzeugen gesammelt und können auf mindestens ebenso viele km unserer Kunden zurückblicken.

 


HINTERGRUND und AUSBLICK, INFOs zur E-MOBILITÄT und AKKUS

 

Als wir 2012 über das Thema Elektroautos recherchiert haben, war das nicht ganz einfach. Der Markt war extrem „übersichtlich” und es gab eigentlich nur den Tesla Roadster (unerschwinglich und viel zu wenig Platz), kurz darauf das Model S und den Renault ZOE. Alle anderen Marken und Fabrikate waren mit etlichen Nachteilen behaftet.

 

Zunächst einmal sind wir bei allen unseren Unternehmungen, Fahrten und Ausflügen, geschäftlicher oder privater Natur der Frage nachgegangen, wo man denn E-Autos laden könnte. Als absolut praxistauglich stellte sich heraus, dass ein Laden an einer gewöhnlichen Starkstromsteckdose (die rote runde CEE-Steckdose) mit 11kW (3x16A) oder 22kW (3x32A) die beste Lösung ist. Warum? Nahezu alle Haushalte ab dem Entstehungsjahr 1970 haben eine sogenannte „dreiphasige” elektrische Versorgung. Beispielsweise ist jeder Elektroherd 3-phasig angeschlossen. Auch jeder Handwerker, jedes Hotel, jede Gaststätte, Jugendherberge, Tankstelle (ja! In der Werkstatt!), Reifenhändler, Metzger, Bäcker, Bauernhof, Pferdestall, Fußballverein, Feuerwehr, Schule, Tischler, Schreiner, Biogasanlage, jedes Haus mit einer PV-Anlage auf dem Dach, etc, also wirklich fast JEDER hat eine solche Steckdose! Und wenn nicht, ist eine Installation mit geringsten Mitteln möglich, die sich im Bereich von unter 200,-€ bewegen. Damit ist das „Ladeproblem” schon gar kein „Problem” mehr, sondern es sind die besten Voraussetzungen gegeben, die es überhaupt gibt. Das gilt im übrigen für nahezu alle europäischen Länder!


Dass dieser Fundus an einfachsten Lademöglichkeiten sich in der Öffentlichkeit nicht weiter verbreitet hat, verstehe wer will.

 

Im zweiten Schritt gingen wir daran, ab ca. 2013 nahezu alles zur Probe zu fahren, was einen elektrischen oder teilelektrischen Antrieb hat. Sei es Toyota Prius, Volkswagen e-Golf, BMW i3 und i8, Renault ZOE, Tesla Model S, Porsche Panamera Hybrid, Hybrid-Modelle von BMW, VW und Audi, Mercedes B-Klasse electric, Nissan Leaf, usw. Wir haben wirklich viele Fahrzeuge ausprobiert mit ernüchterndem Ergebnis, außer, ja außer dem Renault ZOE und dem Tesla Model S.

 

Warum ist das alles nur so problematisch?

Ernüchternd sind nahezu alle Hybrid-Fahrzeuge. Dass deren Verbrauchsangaben laut NEFZ-Zyklus (der im übrigen ein völlig praxisfremder Laborwert mit vielen im Alltag nicht vorkommenden Ausnahmen ist) und die, wenn man die Hintergründe kennt, völlig irreal sind und an der Praxis absolut vorbei gehen, liegt klar auf der Hand. Es sei hier die Suche nach „NEFZ-Fahrzyklus" in Google emfohlen. Warum ein zu Beginn vollgeladener Akku für diese Normfahrt verwendet werden darf und nicht in den „Verbrauch" eingeht, ist ein weiteres Rätsel.

Als praktisches Beispiel sei eine Strecke von z.B. 600km genannt, die man fahren möchte (geschäftlich oder privat, ist egal). Dann ist nach den ersten Kilometern der viel zu klein dimensionierte Akku leer und das Fahrzeug schleppt unnötiges Gewicht herum, was nichts bringt und es verbraucht mehr (!) Sprit als das gleiche Verbrenner-Fahrzeug! Lediglich in Stop-and-go Verkehrssituationen können im Vergleich kleine „Verbrauchsvorteile” erzielt werden, weil Bremsenergie, die sonst verloren ginge, zumindest teilweise in einen Akku gespeist werden kann, der dann beim Anfahren „unterstützen” kann. Das war es aber dann auch schon. Und die tägliche Anwendung hat gezeigt, dass in den seltensten Fällen immer zu Hause der Akku eines Hybrid-Autos wieder geladen wird. Unterwegs schon gar nicht, da diese zu klein geratenen Akkus nicht „schnelladefähig” sind.


Der zweite Punkt, der gegen Hybrid-Fahrzeuge spricht, ist der, dass hier versucht wird, zwei völlig unterschiedliche Antriebskonzepte mit völlig unterschiedlichen Charakteristika zu „kombinieren”. Zwangsläufig kann das nicht optimal gelingen. Viel sinnvoller wäre es, einen der beiden Antriebe zu optimieren, ergo entweder einen vernünftigen Verbrenner zu verwenden oder einen vernünftigen Elektroantrieb zu verbauen. Und beim Recycling muß man „zwei" Autos verarbeiten.

 

Es gilt im übrigen noch etwas zu bedenken. Der Akku in einem Hybrid-Fahrzeug ist relativ klein (meist unter 10kWh) und wird fahrzyklusbedingt im Alltag extremst belastet. Moderne Fahrzeuge rekuperieren (elektrische Rückspeisung bzw. Laden des Akkus beim Bremsen) mit bis zu 60kW. Das ist ein echter „Hammerschlag” für einen solchen Zwerg-Akku. Die Lebensdauer wird drastisch verkürzt, ein Ersatz in wenigen Jahren ist unausweichlich. Wer trägt diese nicht unerheblichen Kosten?


Nicht nur hieraus resultiert eine allgemein gültige Tatsache: Je grösser die Akkukapazität (nicht Ah, sondern Wh (=VAh). Lassen Sie sich nicht von plakativen Werbesprüchen verunsichern!), desto überproportional länger hält der Akku!

 

An dieser Stelle sei eingefügt, dass ein Lithium-Ionen-Akku hauptsächlich durch drei Faktoren Schaden nehmen kann.
Durch Tiefstentladung (damit kann man die Zell-Chemie dauerhaft und irreversibel schädigen), durch ständige Höchstspannungen (wenn er immer voll ist) und durch die Temperatur.
Die Tiefstentladung haben alle Hersteller gut im Griff und wird per Software verhindert. In den Akkus bleibt immer ein Rest vorhanden, der fahrtechnisch nicht abrufbar ist. Folglich sind bei allen Akkus netto ca. 90% der werbewirksam angegebenen Brutto-Kapazität nutzbar.
Die Höchstspannungslagen sind hier etwas problematischer, denn kleinere Akkus werden zyklus- und nutzerbedingt sehr viel häufiger geladen und bis an ihre Grenzen belastet als ein großer Akku. Es ist also hilfreich, wenn nach einer „Volladung” zeitnah die Fahrt angetreten wird, um den Akku zu entlasten, hier ist also das Nutzerverhalten gefragt. Allerdings sieht sich lediglich Tesla in der Lage, satte 8 Jahre Garantie auf den Akku zu geben, egal wie oft und wie dieser geladen wird. Hier spiegelt sich der enorme technische Vorsprung wieder.
Die Temperierung des Akkus ist auch nicht so einfach und bei einem größeren Akku viel leichter beherrschbar. Bei gleicher absoluter Leistungsentnahme wird ein kleinerer Akku viel schneller heiß als ein größerer und auch hier muß man klar zugeben, dass Tesla der einzige Hersteller ist, der das vollumfänglich im Griff hat.

 

Ein E-Auto braucht im Alltag ca. 16 bis 22kWh/100km, manche mehr, manche weniger, aber es ist ein gesundes Mittel für einen lebendigen Fahrstil. Ein 25kWh-Akku ist demnach in einer Stunde leer, das sind ca. 100km (man bedenke die mögliche Netto-Entnahme!), ein 90kWh-Akku aber erst in 4 Stunden, das sind knapp 400km Reichweite. Wohlgemerkt bei gleicher Leistungsentnahme! Der größere Akku lebt also schon mal um den Faktor 4 länger als der kleinere, da er entsprechend weniger oft geladen werden muß, um die gleichen Strecken fahren zu können. Da die „Alterung” des Akkus aber sogar stärker abnimmt je weniger derselbe belastet wird, darf man beruhigten Gewissens davon ausgehen, das der größere Akku rund 2-3 mal länger lebt als der kleinere. Benannte kleinere Akkus haben deswegen eine Lebenserwartung von ca. 2.000 Zyklen (hier ca. 200.000km), die größeren 5.000 Zyklen (sage und schreibe sind das 2.000.000km!!), bis die Normkapazität unter 80% sinkt. Da kann es bei kleinen Akkus schon mal knapp werden, muß man diese fast immer auch richtig voll und leer machen, wenn es um den täglichen Einsatz geht.

 

Zurück zu den Erfahrungen.

Nachdem wir nun aber beschlossen hatten, unseren „älteren” Verbrenner-Fahrzeuge ersetzen zu wollen, verblieben nur noch rein elektrische Autos, wie z.B. Nissan Leaf, BMW i3, VW e-Golf, B-Klasse electric und der Renault ZOE. Das einzige Auto aus dieser kleineren Klasse, das dem Alltagsanforderungen gut gewachsen ist, ist der Renault ZOE. Ganz einfach aus dem Grund, weil die ZOE mit 22kW (s.o.) einfachst geladen werden kann! Alle anderen sind nur an den meist nicht am Arbeitsplatz oder zu Hause vorhandenen Schnelladesäulen (Stichwort CCS oder CHAdeMO) zügig zu laden. Im Klartext steht beim täglichen Hausgebrauch" z.B. ein VW e-Golf ca. 8 Stunden, bevor man wieder ca. 100km fahren kann. Der Renault ist nach einer Stunde wieder für die gleiche Distanz einsatzbereit.


Wenn eine 22kW/11kW-Installation mit CEE-Steckdose nicht vorhanden ist, so kann man diese für wenige 100,-€ einbauen lassen. Zum Laden genügt dann ein im Handel erhältlicher UMC. Ob man eine echte Wallbox installieren möchte, ist Geschmackssache. Sie ist deutlich teurer und nicht mobil, denn u.a. hier wir meist ein spezieller Fi-Schutzschalter benötigt, der recht teuer ist (im UMC ist dieser bereits enthalten).


Über jeden Zweifel erhaben ist das Tesla Model S, denn es kann sowohl mit bis zu 22kW zu Hause einfachst geladen werden sowie auf der Strecke mit den kostenlosen und Teslaeigenen SuperChargern (Abstand ca. 150km). Dort lädt man praxisgerecht bei einer Kaffee- und Toilettenpause (ca. 25min) runde 270km rein. Natürlich kann man einen Tesla auch an allen anderen Ladesäulen anschließen (außer CCS). Kein anderes Auto bietet diese problemlose Vielfalt. Besser geht es nicht und Ankündigungen der restlichen Autoindustrie sind weit weg von jeder Realität und erst in etlichen Jahren (wenn überhaupt) nennenswert vorhanden.
Auch das Laden über Induktion ist mit enormen Problemen behaftet, sei es vom Wirkungsgrad, der übertragbaren Leistungen, usw. Da ist es viel einfacher, flexibel irgendwo den Stecker einzustecken und zu laden.

 

Was haben wir nun weiter vor?
Wir beschäftigen uns auch mit dem zweiten Schritt, der eben nur mit der Anschaffung eines Elektroautos lösbar ist. Die wirklich nachhaltige Mobilität und das wirklich nachhaltige Laden. Hier schließt sich der Kreis.


Ein Verbrenner-Fahrzeug, auch alle Hybrid-Fahrzeuge, sind und bleiben Zeit ihrer Existenz unter Umweltgesichtspunkten fragwürdig. Mit einem E-Auto hat man zumindest die Chance, dass man regenerativ laden kann. Das geht sogar einfacher als es manch einer glauben möchte. Mit einer PV-Anlage, die z.B. 10kWp an Leistung bringt, kann man ca. 9.000kWh Energie pro Jahr erzeugen. Das ist genug für 40.000km Fahrleistung! Ein Verbrenner-Auto hat für die gleiche Fahrleistung schon ca. 60.000 Kubikmeter Luft (knapp 70 Tonnen!) für den Menschen unbrauchbar gemacht, rund 7.500kg CO2 erzeugt und ca. 5.000,-€ Sprit verbraucht.
Wie man also E-Autos wirklich nachhaltig versorgen kann ist eines unserer Beschäftigungsfelder.

 


EPILOG

 

Nicht alles des Vorgenannten kann vollständig sein und ist auf die letzte Kommastelle fixierbar, aber die grundlegenden Aussagen sind recht belastbar. Falls Sie Fehler entdecken, Anregungen haben, Ihre Erfahrungen mitteilen möchten, nehmen wir diese gerne an.

 

Und es interessiert uns natürlich auch, auf welchem Wege Sie von uns erfahren haben, ob als Tipp von Bekannten oder Freunden, über Autofirmen, über Erfahrungsberichte, Blogs, anhand eigener Recherche, o.ä.. Lassen Sie uns also gerne wissen, wie Sie auf uns gestoßen sind.


In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein tolles Fahrerlebnis!

 

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